Nettoarbeitszeit-Rechner: die real verplanbare Kapazität
Die Nettoarbeitszeit ergibt sich aus den Bruttoarbeitstagen abzüglich Urlaub, Krankheit, Fortbildung und Feiertagen. Bei rund 261 Wochentagen und typischen Ausfällen bleiben je Vollzeitkraft etwa 190 Nettoarbeitstage — rund 73 Prozent. Genau mit dieser Netto-Kapazität planen Sie ehrlich statt schöngerechnet.
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190 Nettoarbeitstage pro Kraft (73 % der 261 Wochentage)
Das entspricht rund 1.520 Nettostunden pro Kraft und Jahr — für 10 Vollzeitkräfte etwa 15.200 verplanbare Stunden. Ausfallquote: 27 %.
| Bruttoarbeitstage (Fünf-Tage-Woche, vor Feiertagsabzug) | 261 |
| − Urlaub / Krankheit / Fortbildung / Feiertage | 30 + 25 + 5 + 11 = 71 |
| = Nettoarbeitstage/Kraft | 190 |
| × 8 h/Tag (aus 40 h/Woche) | 1.520 h/Kraft/Jahr |
So wird gerechnet
Ausgangspunkt sind die Bruttoarbeitstage: Bei einer Fünf-Tage-Woche hat ein Jahr rund 261 Wochentage (365 ÷ 7 × 5 ≈ 261), noch vor dem Feiertagsabzug.
Davon ziehen Sie die vier Ausfallblöcke ab, in denen eine Kraft planmäßig nicht verfügbar ist: Urlaub, Krankheit, Fortbildung und die auf Arbeitstage fallenden Feiertage.
Beispiel (Standardwerte): 261 − 30 Urlaub − 25 Krank − 5 Fortbildung − 11 Feiertage = 190 Nettoarbeitstage pro Kraft. Das sind rund 73 Prozent der Wochentage; die Ausfallquote liegt bei etwa 27 Prozent. Bei 8 Stunden pro Tag entspricht das rund 1.520 Nettostunden je Kraft und Jahr.
Wichtig: Diese Werte sind Orientierung, kein Gesetz. Ihre reale Ausfallquote ist einrichtungsindividuell — am verlässlichsten leiten Sie sie aus Ihren eigenen Vorjahresdaten ab.
Häufige Fragen
Die Bruttoarbeitszeit ist die vertragliche Jahresarbeitszeit auf dem Papier. Die Nettoarbeitszeit ist die real verplanbare Zeit — also brutto abzüglich Urlaub, Krankheit, Fortbildung und Feiertagen. Nur mit der Netto-Zeit lässt sich ein Dienstplan verlässlich aufstellen.
Vier Blöcke dominieren: Urlaub (Rechtsanspruch), krankheitsbedingter Ausfall, Fort- und Weiterbildung sowie gesetzliche Feiertage, die auf einen Arbeitstag fallen. Dieselben vier Blöcke legt auch die Berliner Handreichung „Ausfallmanagement in der Pflege“ (2025) ihrer Rechnung zugrunde.
Mit den Standardwerten dieses Rechners liegt die Ausfallquote bei rund 27 Prozent. Die genaue Höhe hängt aber von Tarif, Altersstruktur, Region und Belastung ab. „25 Prozent gilt immer“ ist ein Mythos — rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen.
Die Netto-Rechnung liefert nur das rechnerische Minimum, die 100-Prozent-Deckung. Ein Plan am Minimum hat keine Reserve: Schon eine Grippewelle oder die Einhaltung der Ruhezeit nach § 5 ArbZG kippt ihn in die Unterdeckung. Ein Puffer ist deshalb Pflicht, nicht Kür.
Nein. Die hinterlegten Werte (30 Urlaubstage, 25 Kranktage, 5 Fortbildungstage, 11 Feiertage) sind Orientierungsgrößen aus dem vigotime-Whitepaper. Passen Sie alle Felder an Ihre realen Werte an — der Rechner rechnet sofort neu.
Automatisch mit vigotime planen
vigotime rechnet die Netto-Logik über Ihr ganzes Team und alle 12 Monate automatisch mit — der regelbasierte Planer verplant nur die real verfügbare Kapazität und warnt bei drohender Unterdeckung. Kein KI-Rätselraten, sondern nachvollziehbare Regeln.